BEGEHEN WIR EINEN NATURALISTISCHEN FEHLSCHLUSS?

BERTRAND ist ein Bio-Vollernährungspulver. Eine Packung enthält alle Nährstoffe, die nach dem derzeitigen Stand der Ernährungswissenschaft für einen durchschnittlichen Erwachsenen empfohlen werden, gemäß Nutrient Reference Values (NRV). Dabei stammen alle Nährstoffe in BERTRAND aus natürlichen Quellen wie Getreide, Ölsaaten, Mandeln, Nüsse, Fruchtpulver und viele mehr.

Unser Fokus auf die Natürlichkeit der Herkunft der Nährstoffe führt dazu, dass wir uns derzeit fast täglich dem Vorwurf ausgesetzt sehen, wir würden einem naturalistischen Fehlschluss unterliegen. Verbunden ist dieser Vorwurf meistens damit, dass wir uns dessen bewusst sein müssten, wir aber wider besseren Wissens unsere Kunden täuschen würden, indem wir mit unserer Fokussierung auf Natürlichkeit und Bio einen Qualitätsvorteil suggerieren, der nicht da sei.
Die Annahme der Vertreter dieser Position ist: Ein Vollernährungspulver, welches die Nährstoffe auf synthetische Weise bereitstellt, ist günstiger und mindestens gleich gut oder besser und Bio ist Betrug.

Die Situation
Es gibt derzeit zwei konkurrierende Modelle bei den Vollernährungspulvern, wie BERTRAND eines ist. Zum einen gibt es unser Produkt, eine Komposition aus verschiedenen natürlichen Zutaten, deren Gesamtheit die derzeitigen Nährwertempfehlungen erfüllt, daneben gibt es fast ausschließlich Anbieter, die ein energiereiches Nährpulver bereitstellen, welchem ein synthetischer Vitamin- und Mineralstoffmix zugesetzt wird, welcher den aktuellen Nährstoffempfehlungen entspricht. Mit einem gewissen Stolz, wird damit geworben, dass diese Art der Ernährungspulver ausschließlich die empfohlenen Nährstoffe enthalten und auf keinen Fall mehr. Alles was neben den wissenschaftlichen Empfehlungen zusätzlich hinzugefügt wird ist unnötig und was noch viel schlimmer ist, unwissenschaftlich. Wer glaubt, dass Natürlichkeit oder Bio einen Unterschied macht, unterliegt dem naturalistischen Fehlschluss.

Unser Standpunkt
Wir wissen, dass die Gleichungen „Synthetik = ungesund“ oder „GMO = böse“ nicht stimmen. Wir haben Verständnis dafür, dass in der Lebensmittelindustrie synthetische Zutaten und gentechnisch veränderte Organismen eingesetzt werden. Gentechnik ist häufig nötig und sinnvoll, ebenso synthetische Zutaten. Bei den auf dem Markt erhältlichen Soylent Varianten werden diese jedoch nach unserer Einschätzung dafür eingesetzt um das Produkt billiger zu machen und nicht um es besser zu machen. Uns muss also kein naturalistischer Fehlschluss vorgeworfen werden, wenn wir keine Notwendigkeit sehen synthetische Produkte einzusetzen und wir werden auch weiterhin und mit einem gewissen Stolz dafür werben.

Ich versuche nun mal unsere Ansicht anhand eines geschichtlichen Gedankenspiels deutlich machen.
Wären die synthetischen Ernährungspulver 1941 nach den damals aktuellen Nährwertempfehlungen entwickelt worden, wäre ein Produkt dabei herausgekommen, welches zu Mangelernährung geführt hätte, weil einige essentielle Vitamine gefehlt hätten. Glücklicherweise waren die Autoren damals nicht so naiv zu glauben, dass die Forschung der menschlichen Ernährung abgeschlossen ist, sondern sie ahnten bereits, dass weiteres Wissen über Vitamine und Mineralstoffe erlangt werden würde, welche die Empfehlungen wieder abändern. Dies wurde auch textlich vermerkt:

Das Komitee ist sich darüber im Klaren, dass die vorgeschlagenen Werte von Zeit zu Zeit überarbeitet werden müssen, wenn mehr Wissen über den Nährstoffbedarf verfügbar wird. http://Www.Nap.Edu/Read/13286/Chapter/1

Nun wurden diese Pulver jedoch heute entwickelt und es steckt der Vitaminmix einer aktuelleren RDI drin. Doch auch in dieser RDI merken die Autoren an:

Die DRIs werden sich weiterentwickeln, wenn bessere Informationen verfügbar werden. Bei der Interpretation der Ergebnisse von Beurteilungen von Einzelpersonen oder Gruppen ist es angebracht, mögliche Einschränkungen in der Informationsbasis zu berücksichtigen, die zur Erstellung der relevanten DRIs verwendet wurde. Http://Www.Nap.Edu/Read/9956/Chapter/5#27

Ist die Vermutung also abwegig, dass die Entwicklung auch die nächsten Jahre weitergehen wird und neue essentielle Vitamine entdeckt werden, welche in den synthetischen Produkten heute nicht enthalten sind, es sei denn sie stecken in Haferflocken oder Reisprotein? Sicher werden die synthetischen Pulver dann nachbessern, aber die Zeit von heute, bis zur Entdeckung der neuen essentiellen Nährstoffe, findet bei einer 100% Synthetikkost ohne diese essentiellen Nährstoffe statt. Wer sich also mit einer höheren Sicherheit mit allen essentiellen Nährstoffen ernähren möchte, der ist doch mit einem Mix aus natürlichen Zutaten weitaus besser beraten als mit einem Pulver, welchem nur die Vitamine zugesetzt wurden, die wir heute kennen. Unser Ansatz ist also nicht pseudowissenschaftlich oder auf einem naturalistischen Fehlschluss beruhend, sondern er folgt den Empfehlungen der Autoren der RDI, welche selbst zugestehen, dass eine weitere Entwicklung stattfinden wird. Die Vorwürfe, die wir uns teilweise anhören müssen legen nahe, dass es eine Art Pflicht zum Einsatz von Synthetik gäbe. Wir sehen das jedenfalls nicht so.

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Studie zu Nahrungsergänzungsmitteln

Inwiefern steht die Aufnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in Verbindung mit der Nährstoffaufnahme und der Sterblichkeit? In diesem Blogbeitrag befassen wir uns mit der Studie zu genau diesem Thema Um was geht es? Besteht eine Verbindung zwischen Nahrungsergänzung, Nährstoffaufnahme und Sterblichkeit bei US-Erwachsenen? Vorausgegangene Studien fanden heraus, dass über die Hälfte der US-Bürger Nahrungsergänzungsmittel zu sich nimmt. Die Zusammenhänge von Vor- und Nachteilen sind dabei umstritten. Die allgemeine Forschungsmeinung berichtet weder von Vor- oder Nachteilen. Allerdings belegen andere Studien auch unerwünschte Ergebnisse im Zusammenhang mit der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln, insbesondere bei hohen Dosen. Die folgende Studie befasste sich genau mit diesem Thema und überprüfte bei einer Stichprobe von US-Erwachsenen den Zusammenhang zwischen

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