Bio-Chlorella

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Die Mikroalge Chlorella ist ungefähr so klein wie ein rotes Blutkörperchen, allerdings ist sie selber kräftig grün. Das liegt an ihrem ungewöhnlich hohen Chlorophyll-Gehalt. Ihr Geburtsdatum liegt schätzungsweise 2,5 Milliarden Jahre zurück. Damit gilt sie als eines der ältesten Lebewesen auf dieser Erde. Entdeckt wurde sie aber erst im 19. Jahrhundert durch den niederländischen Mikrobiologen M.W. Beijerinck. Die einzellige, kugelige Wasserpflanze hat ihren Namen vom griechischen „chloros = grün“ und „ella = klein“. In Asien ist die Chlorella-Alge wegen ihres beeindruckenden Nährstoffgehaltes und ihrer ernährungsphysiologischen Eigenschaften ein traditionelles Nahrungsergänzungsmittel. Weil sie so unglaublich interessant ist und immer wieder mit überraschenden Inhaltsstoffen und Eigenschaften aufwartet, gilt sie als eine der am häufigsten untersuchten Pflanzen überhaupt. Auch wir bei BERTRAND setzen aus mehreren Gründen auf diese spezielle Mikroalge.

Woher kommt die BERTRAND Bio-Chlorella?

Chlorella ist weltweit verbreitet, denn sie ist unkompliziert und fühlt sich in allen Lebensräumen wohl. Chlorella ist zudem eine Süßwasseralge, was sie regional unabhängig macht. Zuerst wurde Chlorella in Asien produziert, vor allem in Japan. Weltweit führender Produzent wurde bald die Insel Formosa (heute Taiwan). Inzwischen gibt es Algenfarmen in ganz Europa. Auch in Deutschland werden Chlorella gezüchtet, hier gibt es sogar die größte Algenfarm Europas. Sowohl aus ökologischer Überzeugung als auch aus Qualitätsgründen beziehen wir unsere Bio-Chlorella nicht aus Asien, sondern ausschließlich aus Ländern der Europäischen Union.

Wir verwenden ausschließlich Chlorella aus europäischer Landwirtschaft

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Wie wird Chlorella-Algen-Pulver hergestellt?

Mikroalge, Süßwasseralge, Grünalge: Das sind die Bezeichnungen, die in Verbindung mit Chlorella immer wieder auftauchen. Sie alle sind zutreffend. Das kleine Lebewesen kann einen Durchmesser von 4 bis 10 µm erreichen. Das macht den Winzling zur „Mikroalge“. Ihr Lebensraum ist das Süßwasser, egal ob stehend oder fließend. Daher die Bezeichnung „Süßwasseralge“. Wenn man viele von ihnen auf einem Haufen sieht, dann erkennt man ihre leuchtend grüne Farbe – also „Grünalge“. Eine Besonderheit der Chlorella ist, dass sie einen Zellkern besitzt, was sie botanisch gesehen zur Pflanze macht.
Chlorella ist ein Lebensmittel, das als reines Nahrungsmittel allerdings nicht genießbar, im Naturzustand schwer verdaulich und somit zum rohen Verzehr ungeeignet ist. Es wird daher als Nahrungsergänzungsmittel als loses Pulver, in Form von Kapseln, Tabletten oder Presslingen angeboten. Wir verwenden für unsere Trinkmahlzeiten Chlorella in Pulverform. Und das entsteht so:

WIR BENÖTIGEN EIN PAAR STARTER

ANZUCHT

Die Algen für die BERTRAND Produkte werden in einem Schlauchsystem herangezogen.
Zunächst werden die Algen im Labor in kleinen Mengen von etwa 100 Millilitern bis zu 1 Liter angezüchtet. Diese als „Vorkultur“ bezeichnete Algenmenge wird dann im „Gewächshaus“ in einen lebensmittelechten Folienschlauch eingebracht. Dort kann sie wachsen, bis sie groß genug ist, um auf mehrere Schläuche verteilt zu werden. Das als horizontales System oder V-Modul bezeichnete Schlauchgebilde ist nach einiger Zeit voll mit grünem Wasser, und es können schließlich einige hundert Liter entnommen werden. Das ist die „Starterkultur“.

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AUS PASTE MACHEN WIR PULVER

ERNTE

Ist die Vorkultur in die großen Becken eingebracht worden, wachsen die Algen schnell weiter. Sobald der zu erzielende OD-Grad (optische Dichte) erreicht ist, müssen sie von jetzt an ständig abgeerntet werden. Das ist nach etwa zwei Monaten der Fall. Dieser Part ist der schwierigste und natürlich wichtigste Teil der Algenzucht. Geerntet wird eine Art halbfeste Algenpaste. Diese wird mit klarem Wasser gespült. Abschließend wird durch Filtern und Zentrifugieren ein Großteil des Wassers aus der Masse entfernt.

AUS PASTE MACHEN WIR PULVER

WIR MÖCHTEN DAS MEHL

TROCKNUNG UND VERMAHLUNG

Die jetzt noch feuchte Algenmasse wird schließlich schonend getrocknet. Dafür wird in der Regel das Sprühverfahren gewählt, da diese Methode gewährleistet, dass alle wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanze praktisch komplett erhalten bleiben. Bei der Sprühtrocknung werden die Chlorellatropfen in eine Kammer mit einem Heißgasstrom gesprüht, wobei das noch enthaltene Wasser sofort verdampft. Die Temperatur wird dabei ständig überprüft.
Alternativ können die Gefriertrocknung oder die kalte Schutzgastrocknung angewendet werden.
Bei der anschließenden Vermahlung zu feinem Pulver werden die äußeren Zellschichten der kleinen Algen aufgebrochen, um die Biostoffe für den menschlichen Organismus besser verfügbar zu machen.

WIR MÖCHTEN DAS MEHL

Warum Chlorella?

Chlorella-Algen haben inzwischen den Ruf des „Superfoods“, weil sie reich an synergetisch wirkenden Inhaltsstoffen sind. Damit wird ausgedrückt, dass die Gesamtwirkung der Inhaltsstoffe im Körper stärker ist als die der einzelnen Komponenten, weil sie sich gegenseitig ergänzen und verstärken. Die vielfältige, einzigartige Nährstoffzusammenstellung ist es wert, genauer betrachtet zu werden.

Arsen und Quecksilber?

Immer wieder gibt es allerdings Meldungen, dass Algen aus China teilweise deutlich mit Schadstoffen belastet sind. Sie werden dort häufig in verunreinigten Gewässern gezüchtet, und aufgrund ihrer bindenden Eigenschaften reichern sie sich dann mit Schwermetallen an. Die EU-Herstellung in Bio-Qualität kann allerding eine Kontamination mit Arsen, Quecksilber oder anderen unerwünschten Stoffen ausschließen. Deshalb beziehen wir unsere schadstofffreie Bio-Ware gezielt aus Ländern der Europäischen Union.

Chlorophyll

Chlorophyll, der als Blattgrün bezeichnete Farbstoff von Pflanzen, wird durch Photosynthese gebildet. Es ist in seiner chemischen Struktur dem Hämoglobin, also dem roten Farbstoff des menschlichen Blutes, sehr ähnlich. Daher wird Chlorophyll auch als „grünes Blut“ der Pflanze bezeichnet. Chlorella besitzt mit 2,4 bis 5,0 Gramm je 100 Gramm Trockenmasse eine immens hohe Chlorophyllmenge. Dem Pflanzenfarbstoff wird nachgesagt, wie Hämoglobin die Eisenverwertung und Sauerstoffzufuhr im menschlichen Blut zu verbessern. Auch soll Chlorophyll antioxidative, antibakterielle, immunstärkende und zellschützende Eigenschaften haben. Zusammen mit Ballaststoffen bildet Chlorophyll giftbindende und entgiftende Fähigkeiten, die in der Zahnheilkunde zur Amalgamausleitung genutzt werden. Auch die orthomolekulare Medizin und die Phytotherapie nutzen die ausleitenden Eigenschaften.

 

Proteine

Satte 60 Prozent Eiweiß sind in den kleinen Algen enthalten. Das ist mehr als beispielsweise in Trockenmilch, Huhn oder Fisch. Dabei sind alle acht essentiellen Aminosäuren vertreten, die der Körper nicht selber herstellen kann und mit der Nahrung aufnehmen muss. Chlorella-Algen sind demnach eine sehr gute Eiweißquelle für Sportler, Vegetarier und Veganer.

 

Vitamine und Mineralstoffe

Die Vitamine A, C, E, D und K sowie die Vitamine des B-Komplexes sind in der Mikroalge vertreten. Es heißt, dass die Alge eine der wenigen Pflanzen ist, die sogar Vitamin B12 in bioverfügbarer Form enthält. Das macht sie für Veganer äußerst interessant. An Mineralstoffen und Spurenelementen sind insbesondere Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium, Selen und Zink enthalten. Viele dieser Mineralstoffe wirken basisch, so dass die Alge auch zur Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes beitragen kann.

 

Ballaststoffe

Auch der Ballaststoffgehalt der Grünalge ist recht hoch. Das spielt wegen der giftausleitenden Wirkung eine wichtige Rolle im Zusammenspiel mit Chlorophyll. Vor allem sind Ballaststoffe aber gut für die Darmgesundheit. Laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) kommt die Ballaststoffzufuhr in der heutigen Ernährungsweise häufig zu kurz. Chlorella kann einen Beitrag zur Steigerung der Ballaststoffzufuhr leisten.

 

Sekundäre Pflanzenstoffe

Die Süßwasseralge besitzt auch einen interessanten Mix an sekundären Pflanzenstoffen, der sich hinter Namen wie CGF (Controlled Growth Factor = Wachstumsfaktor), Protectonien, De-Noxilipidnin, Sporopollenin, Glutathion oder Glycoprotein verbirgt. Sekundäre Pflanzenstoffe nehmen zahlreiche Aufgaben im menschlichen Organismus wahr.
Hinzu kommen etwa dreißig verschiedene Fettsäuren (gesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte). Fettsäuren werden für viele Stoffwechselvorgänge benötigt.

Die Rolle von Jod in Chlorella

Keinerlei Probleme machen Chlorella-Algen im Hinblick auf den Jodgehalt, den man oft mit „Algen“ im Allgemeinen in Verbindung bringt. Doch als Süßwasseralge hat Chlorella – im Gegensatz zu Meeresalgen – nur einen sehr geringen Jodgehalt.

Eine leichte Grünfärbung des Stuhls kommt nur bei der Einnahme größerer Chlorella-Mengen (etwa als Nahrungsergänzung in Kapseln) vor und ist bei der geringen Menge in unseren Produkten nicht zu erwarten. Die Erscheinung ist auch völlig harmlos und liegt am hohen Chlorophyllgehalt.

  1. Bild vom Bioreaktor im oberen Bereich der Seite: AJCespedes via Shutterstock
  2. Karte von Europa: teka12 via Shutterstock
  3. Post Bild, Grünes Pulver auf weißem Hintergrund: Nataly Studio via Shutterstock

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