Kann Guarkernmehl Probleme bereiten?
Guarkernmehl ist vom Ursprung her ein pflanzliches Naturprodukt. Wie bei allen Pflanzenstoffen können bei empfindlichen Personen Überempfindlichkeiten oder allergische Symptome auftreten. Die dafür in Frage kommenden Inhaltsstoffe – etwa allergene Proteine, Saponine oder Fluoressigsäure – werden durch den Herstellungsprozess nicht oder nur teilweise inaktiviert. Die Aufnahme von größeren Mengen kann Darmbeschwerden wie Blähungen oder Bauchkrämpfe verursachen, da Guaran praktisch unverdaulich ist, die Darmbakterien den Mehrfachzucker aber abbauen. Dabei entstehen Gase. Wird Guarkernmehl ohne ausreichend Flüssigkeit verwendet, etwa in Form von Kapseln oder Pulver, kann durch das sehr hohe Quellvermögen eine Blockade der Speiseröhre, des Magens oder des Darms entstehen. Wir bei BERTRAND verwenden für unsere Produkte nur kleinste Mengen Guarkernmehl. Entsprechend der Evaluierung der EFSA in 2016 gilt der Einsatz von Guarkernmehl als unbedenklich und stellt kein Sicherheitsrisiko dar. Deshalb wurde auch kein ADI-Wert festgelegt (ADI = acceptable daily intake). Dieser Wert gibt an, wie hoch die Tagesdosis eines Stoffes sein darf, ohne dass eine negative Auswirkung auf die Gesundheit zu erwarten ist. Der ADI-Wert wird für viele andere Lebensmittelzusatzstoffe definiert, für Guarkernmehl aber nicht. Doch was genau ist eigentlich ein Lebensmittelzusatzstoff? Das möchten wir abschließend kurz erklären.