Bio-Rapsölpulver

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Raps war zwar schon den Römern bekannt, aber als Lieferant eines gesunden Öls ist die Rapspflanze noch ziemlich jung. Erst Mitte der 1970er Jahre konnten neue Rapssorten gezüchtet werden, die das Öl der winzig kleinen Rapssamen überhaupt genießbar machten. Der bittere Inhaltsstoff Erucasäure und die giftigen Bestandteile der Glucosinolate schlossen das Öl als Speiseöl vorher aus. Früher wurde Rapsöl daher vor allem als Brennstoff, etwa für Öllampen, benutzt. Inzwischen haben viele Untersuchungen gezeigt, dass der heute angebaute Raps Samen liefert, die uns, zu Speiseöl verarbeitet, ein hochwertiges Lebensmittel schenken. Es enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe und ein aus ernährungsphysiologischer Sicht äußerst günstiges Verhältnis an Fettsäuren. Wir bei BERTRAND verwenden hochwertiges kaltgepresstes Bio-Rapsöl ohne gehärtete Fette. Da wir unserer BERTRAND Pulvernahrung natürlich kein flüssiges Öl zufügen können, wird das Rapsöl zu Pulver verarbeitet, ehe es den Weg in unsere Produkte findet.

Woher stammt der Raps für unser Öl?

Raps ist mittlerweile die wichtigste in Deutschland angebaute Ölpflanze. Siebzig unterschiedliche Rapssorten sind in Deutschland zum Anbau zugelassen, so dass jeder Landwirt nach den regionalen Boden- und Klimabedingungen seine Sorte auswählen kann. Das Rapsöl für unser BERTRAND Rapsölpulver beziehen wir von Bio-Landwirten. Es kommt vor allem aus Deutschland und Frankreich, also ausschließlich aus der Europäischen Gemeinschaft (EU). Das Saatgut ist gentechnisch unverändert, das heißt ohne GMO (genetically modified organism) bzw. GVO (gentechnisch veränderte Organismen). Unser Rapsöl stammt aus Kaltpressung, ist also ein „natives“ Öl. Da es sich um ein sehr empfindliches Produkt handelt, achten wir besonders darauf, dass es schon bei unseren Lieferanten bestmöglich vor Sauerstoff und anderen wertmindernden Einflüssen geschützt wird. Dafür sorgen die sorgfältigen Verarbeitungsschritte des Öls bis hin zum Pulver.

Deutschland ist der wichtigste Produzent für unser Rapsöl

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Frankreich ist ein wichtiges Anbaugebiet

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Wie aus Rapsöl ein Rapsölpulver wird

In einer Pulver-Trinknahrung müssen alle Zutaten pulverisiert sein. Sie müssen geschmacks- und geruchstabil sein und lange haltbar. Wir achten darauf, dass unsere Bio-Zutaten vom Anbau bis zum Einbau in die Produktmischungen höchsten Ansprüchen genügen.

DER BODEN MUSS STIMMEN

ANBAU

Die Felder unserer europäischen Lieferanten sind ausschließlich für den Bio-Anbau vorgesehen. Dort leuchten die Rapsfelder im Frühjahr in kräftigem Gelb. Aufgrund der großen Varietät des Rapses wächst die Pflanze auf verschiedenen Böden und unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Ungünstig sind allerdings saure Böden und Böden mit Staunässe. Vor der Ernte kontrolliert der Landwirt täglich den Reifezustand, um den optimalen Erntezeitpunkt zu bestimmen.

DER BODEN MUSS STIMMEN

VOM FELD ZUR ÖLMÜHLE

ERNTE

Aus dem gelben Blütenstand des Rapses sind bis Juli bräunliche Schoten gewachsen, in denen die 15 bis 18 Millimeter kleinen, kugeligen Samenkörner stecken. Das Zeitfenster, innerhalb dessen geerntet werden muss, ist relativ klein und das Wetter muss trocken sein. Daher sieht man die Mähdrescher manchmal bis tief in die Nacht arbeiten, wenn der Raps geerntet werden muss. Um die Samen möglichst wenigen Umwelteinflüssen auszusetzen, warten die Transporter schon am Feldrand, um die empfindliche Fracht zur Ölmühle zu bringen.

VOM FELD ZUR ÖLMÜHLE

KALTGEPRESST IN DER SCHNECKENPRESSE

NATIVES ÖL

In der Ölmühle werden die Samen gereinigt. Für natives Bio-Rapsöl wird ein besonders schonendes Pressverfahren unter Verwendung einer so genannten „Schneckenpresse“ gewählt. Diese speziell für das Kaltpressverfahren entwickelte Ölpresse zeichnet sich durch eine sehr geringe Wärmeentwicklung aus. Das Ergebnis ist ein Öl von goldgelber Farbe mit leicht nussigem Geschmack.

KALTGEPRESST IN DER SCHNECKENPRESSE

FERNAB VON SAUERSTOFF UND LICHT

ABFÜLLUNG

Nach dem Pressen muss es schnell gehen: Damit das hochsensible Öl nicht durch Sauerstoffeinfluss oxidieren kann, wird es sofort in luftundurchlässige Behälter abgefüllt. Unser Bio-Rapsöl wandert in IBC-Fässer (intermediate bulk container). Das sind robuste Behältnisse, die in der Lebensmittelindustrie speziell zum Transportieren und Lagern von Flüssigkeiten eingesetzt werden. Diese platzsparenden „Großpackmittel“ sind Mehrweg-Behälter, entsprechen also in ökologischer Sicht unseren Leitlinien.

FERNAB VON SAUERSTOFF UND LICHT

WIR SCHÜTZEN DAS ÖL ALS PULVER

MIKROENKAPSULIERUNG

Damit auch in unserem Haus nur eine geringe Lagerzeit anfällt, achten wir auf genau getaktete Verarbeitungsschritte. Der letzte Schritt vom Öl zum Pulver findet daher zeitnah nach der Anlieferung des Rapsöls statt. Dieser abschließende Schritt ist die „Mikroenkapsulierung“. Als Trägersubstanz verwenden wir Maltodextrin, “Malto” steht für Maltose, dem Malzzucker, „Dextrin“ steht für Dextrose. Auf einen Teppich aus Maltodextrin wird unser Rapsöl feinnebelig aufgesprüht und dabei „Eingekapselt“. Dadurch entsteht nicht nur das Ölpulver, sondern das Produkt erhält auch sofort eine Art Schutzhülle, die es vor Oxidation bewahrt. Dann wandert das Pulver sofort in die BERTRAND Trinkmahlzeit-Mischungen und wird in  Beutel abgefüllt.

WIR SCHÜTZEN DAS ÖL ALS PULVER

Aber warum Rapsöl?

Das mildaromatische Rapsöl ist ein hochwertiges Öl. Es weist im Vergleich zu anderen Pflanzenölen den höchsten Gehalt an ungesättigten Fettsäuren und den niedrigsten Anteil an gesättigten Fettsäuren auf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), an deren Richtlinien wir uns bei der Zusammensetzung der BERTRAND Trinkmahlzeiten orientieren, empfiehlt Rapsöl und daraus hergestellte Streichfette in ihren 10 Regeln für eine vollwertige und ausgewogene Ernährung.
Vor allem das optimale Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren macht den hohen Wert des Rapsöls aus und ist der Hauptgrund, warum wir das Rapsölpulver einsetzen. In der aktuellen mitteleuropäischen Ernährung wird das gewünschte Verhältnis 5:1 selten erreicht. Die Aufnahme der essentiellen ungesättigten Fettsäuren Linolsäure und Alpha-Linolensäure wird durch den Einsatz von Rapsölpulver erhöht, wodurch sich das Verhältnis der Omega-Fettsäuren ins Positive verschiebt. Ein einziger Esslöffel Rapsöl (15 Gramm) kann den menschlichen Bedarf an Linolsäure zu 38 Prozent und an Alpha-Linolensäure sogar zu 87 Prozent abdecken.

Doch Rapsöl kann noch mehr. Es enthält viele Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe sowie die Vitamine A, E und K. Das fettlösliche Vitamin E (Tocopherole) ist als wirkungsvolles Antioxidans bekannt. Es ist allerdings lichtempfindlich, daher sollten Vitamin E-haltige Lebensmittel stets dunkel verpackt und gelagert werden. Vitamin E kann auch künstlich hergestellt werden. Auf chemisch erzeugte Zutaten verzichten wir bei BERTRAND aber komplett. Der Vitamin E-Gehalt in unseren Produkten ist also zu 100 Prozent natürlichen Ursprungs, und Bio-Rapsölpulver leistet dazu einen guten Beitrag.

Nicht zuletzt verwenden wir Rapsölpulver, weil das leicht nussige, aber milde Aroma des Rapsöls auch in unseren Trinkmahlzeiten einen angenehm runden Geschmack unterstützt. Rapsölpulver besitzt eine außerordentlich gute Wasserdispergierbarkeit, das heißt: Es lässt sich mühelos in Flüssigkeiten auflösen und verteilt sich ohne Klümpchen. Daher ist es für die BERTRAND Trinkmahlzeiten optimal geeignet. Die organoleptischen Eigenschaften (Mundgefühl, Cremigkeit) profitieren.

Es gibt qualitative Unterschiede beim Raps

Vorbehalte gegenüber Rapsöl (Canola Oil) kommen vor allem aus den USA und Kanada, wo häufig gentechnisch verändertes Saatgut verwendet wird und die Öle werden beim Pressen stark erhitzt und teilweise chemisch behandelt werden.

Vorbehalte gegen Rapsöl?

Vorbehalte gegenüber Rapsöl (Canola Oil) kommen vor allem aus den USA und Kanada. Dort wird allerdings häufig gentechnisch verändertes Saatgut verwendet, die Öle werden beim Pressen stark erhitzt und teilweise chemisch behandelt. Derartige Öle verwenden wir nicht. Unser Rapsöl stammt aus europäischer Bio-Landwirtschaft, es ist ein natives, also kalt gepresstes Öl und garantiert ohne GMO (Gentechnik) und ohne chemische Behandlung.
Auch gegenüber der im Raps enthaltenen Erucasäure gibt es Vorbehalte. Erucasäure ist eine einfach ungesättigte Omega-9-Fettsäure. Sie gilt als „natürlich vorkommende Verunreinigung“ in Pflanzenölen, die in größeren Mengen so genannte „Lipidosen“ (Verfettungen), vor allem des Herzens, hervorrufen kann. Bei Raps, der für die Lebensmittelproduktion angebaut wird, liegt der Gehalt in der Regel unter 0,5 Prozent. In 1976 setzte die EU Höchstwerte für den Gehalt an Erucasäure in Pflanzenfetten fest. Das von uns verwendete Rapsöl besitzt einen Anteil an Erucasäure von unter 0,1 Prozent. Auch der Gehalt an Glucosinolaten wurde durch züchterische Mittel inzwischen zu über 90 Prozent verringert. Es entstand der so genannte „00-Raps“ (Doppel-Null-Raps). Unser Bio-Rapsölpulver entspricht einer 00-Qualität.

Vorbehalte gegen Maltodextrin?

Auch Stimmen, die sich gegen Maltodextrin als Zusatzstoff in Lebensmittelzubereitungen richten, sind manchmal zu hören. Der Zweifachzucker (Maltose = Malzzucker und Dextrose = Traubenzucker bzw. Glucose) gelangt über den Darm schnell ins Blut und lässt den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Für Diabetiker ist er ungeeignet, insgesamt wird er aber vom BzfE (Bundeszentrum für Ernährung) als unbedenklich eingestuft. Maltodextrin liefert leere Kohlenhydrate und viele Kalorien (380 Kilokalorien je 100 Gramm). Es ist also aus ernährungsphysiologischer Sicht mit Vorsicht zu genießen. In der Medizin wird Maltodextrin therapeutisch gegen Untergewicht eingesetzt.
Da wir Maltodextrin ausschließlich als Trägersubstanz für das Bio-Rapsöl verwenden, gelangt nur eine sehr geringe Menge in die BERTRAND Trinkmahlzeiten. Der glykämische Index unserer Produkte ist niedrig, das heißt: Beim Verzehr der Trinkmahlzeiten steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam und gleichmäßig an. Maltodextrin ist glutenfrei.

  1. Bild vom Rapsfeld im oberen Bereich der Seite: Maxim Weise via Shutterstock
  2. Europakarte: teka12 via Shutterstock
  3. Post Bild, Raps auf weißem Hintergrund: M. Schuppich via Shutterstock

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