Ernährung auf Segeltouren

27. August 2019
Posted in Interview
27. August 2019 Christel Badtke

Ernährung auf Segeltouren

Ein paar Monate auf hoher See verbringen. Vom Alltag loskommen und neue Eindrücke sammeln. Wer hat nicht schon mal davon geträumt? Lasse und seine Freundin haben ihren Traum wahrgemacht und waren so freundlich, uns ein bisschen was von ihrem Abenteuer zu berichten!

Lasse, erzähl ein bisschen was über dich: Wer bist, was machst du?
Nordischer Jung, der nie lange vom Wasser entfernt sein konnte. Bin 32 und arbeite seit 5 Jahren in Hamburg in der Windindustrie. Um diesen „Wind“ weiter zu erforschen und dem Meer näher als in Hamburg zu sein, haben meine Freundin und ich uns entschieden, den Südpazifik für 9 Monate zu besegeln.

Wie kamst du auf die Idee des Segeltrips?
Eine längere Weltreise war schon länger eine Idee von mir und meiner Freundin und da ich schon seit klein auf segle und sämtliche Wassersportarten betreibe, lag ein Segeltrip nah. Als sich nun noch meine Freundin, über zwei Sommerurlaube, ins Segeln verliebte, kam eigentlich nur noch die Frage auf wohin und nicht womit.

Wo soll es überall hingehen?
Da wir „nur“ 9 Monate haben, suchten wir uns das schönste Seggelrevier der Welt aus, den Süd Pazifik. Das Boot kauften wir in Tahiti, von da ging es durch die meisten Gesellschaftsinseln nach Suwarrow und Samoa. Von Samoa nach Fiji wo wir nun das nächste Ziel planen. Sicher ist nur, das es ab Ende Oktober nach Neuseeland weiter geht, bevor die Hurrikansession los geht.

Was war dein bisher schönstes Erlebnis?
Bei so vielen neuen Eindrücken ist das wirklich schwer zu sagen. Neben der tollen Unterwasser-Welt und unbeschreiblichen Inseln, wohl die Eindrücke des Nachtsegelns. Weit weg von jeglicher Zivilisation mitten auf dem Pazifik mit bis zu 5000 Meter Tiefe unterm Kiel und fluoreszierendem Wasser drumherum.

Was war dein Schlimmstes?
Wird wohl das Ende der Reise werden ;). Ansonsten ein Tiefdruckgebiet (Sturm) welches uns mit über 50 Knoten zwischen Samoa und Fiji überrascht hat. Mehrere Boote, von denen wir gehört haben, hat es schlimm erwischt. Unser „Käpt’n Balu“ und seine Crew ( Inga und ich) hat das Unwetter hingegen ohne Schäden aber mit einem Schrecken und atemberaubenden Eindrücken überrollt.

Welche Rolle spielt BERTRAND als Ernährung bei Segeltouren für euch?
Gerade bei langen Passagen, die bis zu 10 Tagen Dauer können, kann es bei viel Wind mal unmöglich werden, etwas zu kochen. Da ist eine volle Mahlzeit, die sich problemlos auch bei viel Seegang zubereiten lässt, sehr kostbar. Bratapfel ist meine Lieblingssorte.

Achtet ihr auf Bioqualität?
Ja achten wir drauf und ist uns auch wichtig 🙂

Was würdest du anderen Menschen als Tipp mit auf den Weg geben. die ein solches Abenteuer erleben wollen?
Durchziehen und nicht nur davon träumen. Wir haben bei der Bootssuche so viele Anzeigen gefunden von Leuten, die zu lange gewartet haben bis Gesundheit oder andere Lebensentscheidungen dazwischen gekommen sind. Auch viele haben sich zu lange und intensiv mit dem Plan und Informieren beschäftigt, bis sie zu viel Angst vor einer solchen Reise bekommen haben. Eine gewisse Vorbereitung gehört natürlich dazu, um sicher in ein solchen Segeltrip zu starten, aber vieles geht nach dem Motto „learning by doing“.

Wir danken Lasse für seine Bereitschaft zu diesem kleinen Interview und wünschem ihm und Inga noch ganz viel Spaß auf ihrem Trip!
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