QS – Glutenfreiheit unserer Produkte

Quality System

BERTRAND Food ist ein EU-zertifizierter Bio-Betrieb, der regelmäßig von mindestens drei unabhängigen Stellen, sowohl angemeldet- als auch unangemeldet, in allen Unternehmensbereichen kontrolliert wird. Das schafft eine hohe Qualität und steigert die Nachvollziehbarkeit, Transparenz und das Vertrauen in unsere Produkte. In der Blogreihe „QS“ stellen wir verschiedene Aspekte der Qualitätssicherung bei BERTRAND Food vor.

Heute geht es um die Sicherstellung der Glutenfreiheit unserer Produkte

Wo Glutenfrei drauf steht, darf auch kein Gluten enthalten sein. Was als einfache Wahrheit daherkommt, bedarf jedoch planerischer Sorgfalt und genauer Dokumentation.

Gluten

Gluten oder Klebereiweiß ist ein Sammelbegriff für ein Stoffgemisch aus Proteinen, das im Samen einiger Arten von Getreide vorkommt. Bei Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit führt die Aufnahme von Gluten zu einer Entzündung in der Darmschleimhaut. Dies hat zur Folge, dass die Darmzotten sich zurückbilden. Durch die Verringerung der Oberfläche des Dünndarms, können nicht mehr genügend Nährstoffe aufgenommen werden. So entstehen im Laufe der Erkrankung Nährstoffdefizite, die eine Reihe der Beschwerden auslösen können.

Gluten in den Zutaten?

Keine der Zutaten in BERTRAND enthält natürlicherweise Gluten. In Betrieben, in denen verschiedene Getreide bearbeitet werden kommt es jedoch häufig zu Kreuzkontaminationen mit Gluten. So ist Hafer von Natur aus glutenfrei, jedoch häufig so stark belastet, dass er bei Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit keine Option darstellt. Die meisten Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit können jedoch „sauberen“ Hafer in ihre Ernährung mit einbeziehen, da die Eiweißstruktur des Hafers sich von der von Weizen, Roggen und Dinkel unterscheidet. In England, den USA und Skandinavien (besonders Finnland) wird kontaminationsfreier Hafer schon länger in der glutenfreien Ernährung eingesetzt.

Glutenfreiheit in BERTRAND

Um eine Glutenfreiheit in BERTRAND zu garantieren, haben wir uns entschlossen in unserer gesamten Produktion ausschließlich sensible Rohware von Lieferanten einzusetzen, die durch die AOECS zertifiziert wurden und sich dadurch regelmäßigen unabhängigen Kontrollen aussetzen. Der Hafer für unsere glutenfreien Haferflocken wird in einem besonderen Projekt von einem Partner aus der Demeter Erzeugergemeinschaft Norddeutschland angebaut. Dieser Hafer ist sowohl im Anbau wie auch in der Verarbeitung frei von Verunreinigungen mit glutenhaltigem Getreide. Darüber hinaus lassen wir unsere Produkte in regelmäßigen Cross-Checks beim unabhängigen Prüfinstitut INTERTEK in Bremen kontrollieren.
So sichern wir durch zertifizierte Lieferanten und strikte Freihaltung von glutenhaltigen Rohstoffen aus Lager und Produktion die Qualität Deines Produktes.

Das ist nur einer der Vorteile eines modernen Qualitätsmanagementsystems. Interessiert dich das Thema? Dann folge uns auch bei Facebook oder Twitter und verpasse keinen QS-Beitrag mehr.

Vorgestellt: Pilze in BERTRAND

Champignons

Pilze bereichern den Speiseplan und bringen dem Körper eine Vielzahl von Nährstoffen. Das „Fleisch des Waldes“ ist auch in BERTRAND enthalten. Warum es gerade ein Pilz geschafft hat auf die Zutatenliste zu kommen und warum man ihn geschmacklich überhaupt nicht wahrnimmt, wird in diesem Artikel erläutert.

Sowohl in der klassischen- als auch in der veganen Version von BERTRAND ist der Agaricus bisporus, besser bekannt als zweisporiger Egerling oder Zuchtchampignon, eine wichtige Zutat. Er enthält die Vitamine B2, B3, B5, B7 und B9 sowie die Vitamine E und K und auch Kalium, Eisen und Zink. Auf diese Nährstoffe, die wir gerne mitnehmen, haben wir es bei unserem Pilz aber gar nicht abgesehen, sondern auf das ebenfalls enthaltene und selten vorkommende Vitamin D.

Vitamin D spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des Calcium-Spiegels im Blut und beim Knochenaufbau. Ein Vitamin-D-Mangel führt bei Erwachsenen mittelfristig zu Osteomalazie. Die Nährwertempfehlung für Vitamin D ist derzeit mit 5 Mikrogramm für einen durchschnittlichen Erwachsenen pro Tag angegeben. Um diese Nährwertempfehlung auch in BERTRAND abzubilden, hat sich der Agaricus bisporus nach langer Suche als ideale Quelle herausgestellt.

Wie kommt er in unser Produkt?

Der Champignon stammt aus kontrolliert ökologischem Anbau. Da Pilze während eines normalen Wachstums und Ernte im heimischen Wald nur einen sehr geringen Gehalt an Vitamin D aufweisen, beziehen wir unser Pilzpulver von einem bio-zertifiziertem Unternehmen, welches ein Verfahren entwickelt hat, um den Gehalt an Vitamin D auf ein Level zu bringen, das mit Nahrungsergänzungsmitteln vergleichbar ist. Hierzu wird der Pilz nach einem festgelegten Verfahren impulsweise UV-B Strahlung ausgesetzt, was innerhalb einer kurzen Zeitspanne zu einer massiven Erhöhung des Gehalts an Vitamin D2 (Ergocalciferol) führt. Die Menge an Pulver, welche wir benötigen um die Nährwertempfehlung in BERTRAND abzubilden, ist so gering, dass es im fertigen Produkt geschmacklich nicht mehr wahrnehmbar ist.

1 Bioavailability of vitamin D2 from UV-B-irradiated button mushrooms
2 Paul Stamets, fungi.com: Place Mushrooms in Sunlight to Get Your Vitamin D

Vitamin D2 und D3 sind beim Menschen in etwa wirkungsgleich. Unter Mitwirkung von Leber und Niere entsteht erst im Körper die wirksame Form, das Vitamin D-Hormon Calcitriol

BERTRAND ist glutenfrei

Viele Menschen kennen das: Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall oder teilweise auch Kopfschmerzen nach dem Genuss glutenhaltiger Speisen. Verträgt ein Mensch kein Gluten, entzünden sich die Schleimhautfalten des Darms; Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Vitamine oder Mineralstoffe können dann nicht mehr ausreichend aufgenommen werden. Die Folge: Auf Dauer wird der Körper unterversorgt.

Aufgrund vermehrter Anfragen nach einer glutenfreien Version haben wir uns entschieden, die Rezeptur der Version 2.5 und der veganen Version 1.0 so anzupassen, dass wir diese nun standardmäßig als glutenfrei anbieten können. Dies wird auch für Folgeversionen gelten.
Zur unabhängigen Analyse unseres Produktes haben wir das Institut Intertek aus Bremen beauftragt, welches als weltweit agierendes Unternehmen eine langjährige Erfahrung im Bereich der Lebensmittelanalyse vorweisen kann. Intertek wird in regelmäßigen Abständen Folgekontrollen vornehmen, welche wir aktualisiert in unseren FAQ zur Einsicht bereitstellen.

Wir haben uns gegen die Werbung mit dem geschützten AOECS Siegels und damit gegen eine AOECS Zertifizierung entschieden. Die Kosten einer Zertifizierung mit weltweiter Vertriebserlaubnis hätten zur Folge, dass wir den Produktpreis nach oben korrigieren müssten. Dies scheint uns zum jetzigen Zeitpunkt unklug zu sein und wir hoffen, dass wir durch die regelmäßige Veröffentlichung der unabhängigen Analysen das notwendige Vertrauen erreichen.

Die vorliegende Analyse ist akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17025.
als PDF Dokument INTERTEK Prüfbericht Gluten vom 04.11.2015

Lass es Dir schmecken!

Wir sind der weltweit einzige Anbieter eines glutenfreien Vollernährungspulvers dessen Produkt von unabhängigen Stellen auf den Gehalt von Gluten geprüft wird.

Von erfahrenen Teleologen und Deontologen geprüft

Die Zeiten sind vorbei, in denen ein Nahrungsmittel nur naheliegende Aspekte wie Nährwerte, Wohlbefinden und Geschmack als Wahlfaktoren beinhaltet. Wir haben deshalb etwas Neues geschaffen, was von erfahrenen Deontologen und Konsequentialisten als moralisch unbedenklich eingestuft wurde. Veganes BERTRAND.

Moderne Pulvernahrung zu entwickeln ist unglaublich facettenreich. Wenn man übereinstimmend glaubt, dass man es geschafft hat und alles rechnerisch passt; alle Nährwertempfehlungen erfüllt sind, dann verhagelt es einem oft der Geschmack. Aber was hilft es, wenn man ein veganes Vollernährungspulver entwickelt hat, was so scheußlich schmeckt, dass es niemand isst? Also: Reevaluieren, Zutaten austauschen, Geschmackstests, Lieferanten auskundig machen, OK einholen und dann, nach Wochen irgendwann: Bähm! Passt.

Wo das Milchpulver weichen musste, beziehen wir im veganen BERTRAND das Kalzium nun in ausgezeichneter Bioverfügbarkeit aus der Rotalge Lithothamnium Calcareum und verschiedene B-Vitamine aus Guaven-, Basilikum- und Zitronenschalenextrakt. Vitamin B-12, beziehen wir zum größten Teil aus der Alge Porphyra spp., welche in einer Studie bisher als einzige nichtsynthetische- und nichttierische Vitamin B12-Quelle eine gute Bioverfügbarkeit aufweisen konnte.1 Ein kleiner Teil Vitamin B12 wird zudem aus der Alge Chlorella akquiriert. Aufgrund der heute noch kleinen Studienlage empfehlen wir jedoch, in Einklang mit der vegan Society, eine rein vegane Ernährung mit Vitamin B12 Produkten zu supplementieren. Die durch das Milchpulver fehlenden Proteine werden in der veganen Version mit einem Bio-Reisprotein aus braunem Reis abgebildet. Dieses weist quasi ein perfektes Aminosäurenverhältnis auf und ist daher für unser Produkt genau das Richtige.

Geschmacklich mussten wir letztendlich keine Abstriche machen. Es bleibt der typisch nussig, milchige Geschmack mit Mandeln, Getreide sowie frisch vermahlenen Ölsaaten sowie einer guten Handvoll Sanddorn.

Ist dir am Wechsel gelegen?

Aufgrund einer nicht zu erwartenden Zahl von Unterstützern, welche unser veganes BERTRAND bereits vorbestellt haben, sowie aufgrund zweier fehlender Lieferungen, haben wir einen kleinen Rückstand, der bald aufgeholt ist.

1 Vitamin B12-Containing Plant Food Sources for Vegetarians http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4042564/

Unterliegen wir einem naturalistischen Fehlschluss?

BERTRAND ist ein Bio-Vollernährungspulver. Eine Packung enthält alle Nährstoffe, die nach dem derzeitigen Stand der Ernährungswissenschaft für einen durchschnittlichen Erwachsenen empfohlen werden. Dabei stammen alle Nährstoffe in BERTRAND aus natürlichen Quellen wie Getreide, Ölsaaten, Mandeln, Nüsse, Fruchtpulver und vielen mehr.

Unser Fokus auf die Natürlichkeit der Herkunft der Nährstoffe führt dazu, dass wir uns derzeit fast täglich dem Vorwurf ausgesetzt sehen, wir würden einer Art naturalistischen Fehlschluss unterliegen. Verbunden ist dieser Vorwurf meistens damit, dass wir uns dessen bewusst sein müssten, wir aber wider besseren Wissens unsere Kunden täuschen würden, indem wir mit unserer Fokussierung auf Natürlichkeit und Bio einen Qualitätsvorteil suggerieren, der nicht da sei. Die Annahme der Vertreter dieser Position ist: Ein Vollernährungspulver, welches die Nährstoffe auf synthetische Weise bereitstellt, ist günstiger und mindestens gleichgut oder besser und Bio ist Betrug.

Die Situation

Es gibt derzeit zwei konkurrierende Modelle bei den Vollernährungspulvern, wie BERTRAND eines ist. Zum einen gibt es unser Produkt, eine Komposition aus verschiedenen natürlichen Zutaten, deren Gesamtheit die derzeitigen Nährwertempfehlungen erfüllt. Zum anderen gibt es, und das fast ausschließlich, Anbieter, die ein energiereiches Nährpulver bereitstellen, welchem ein synthetischer Vitamin- und Mineralstoffmix zugesetzt wird. Mit einem gewissen Stolz, wird damit geworben, dass diese Art der Ernährungspulver ausschließlich die empfohlenen Nährstoffe enthalten und auf keinen Fall mehr. Alles was neben den wissenschaftlichen Empfehlungen zusätzlich hinzugefügt wird ist unnötig und was noch viel schlimmer ist: Es ist unwissenschaftlich.

Wer glaubt, dass Natürlichkeit oder Bio einen Unterschied macht, unterliegt dem naturalistischen Fehlschluss.

Unser Standpunkt

Wir wissen, dass die Gleichungen „Synthetik = ungesund“ oder „Gentechnik = böse“ nicht stimmen. Wir haben Verständnis dafür, dass in der Lebensmittelindustrie synthetische Zutaten und gentechnisch veränderte Organismen eingesetzt werden. Gentechnik ist häufig nötig und sinnvoll, ebenso synthetische Zutaten. Bei den auf dem Markt erhältlichen Varianten der synthetischen Ernährungspulver, werden diese jedoch nach unserer Einschätzung dafür eingesetzt um das Produkt billiger zu machen und nicht um es besser zu machen.

Ich versuche hier nun unsere Ansicht anhand eines geschichtlichen Gedankenspiels deutlich machen: Wären die synthetischen Ernährungspulver nicht heute sondern 1941 nach den damals aktuellen Nährwertempfehlungen entwickelt worden, wäre ein Produkt dabei herausgekommen, welches zu Mangelernährung geführt hätte, weil einige essentielle Vitamine einfach gefehlt hätten. Glücklicherweise waren die Autoren damals nicht so naiv zu glauben, dass die Forschung der menschlichen Ernährung abgeschlossen sei, sondern sie ahnten bereits, dass weiteres Wissen über Vitamine und Mineralstoffe erlangt werden würde, welche die Empfehlungen wieder abändern. Dies wurde auch textlich vermerkt:

The comitee realizes that the values proposed will need to be revised from time to time as more knowledge of nutritive requirements become available.
http://www.nap.edu/read/13286/chapter/1

Nun wurden diese Pulver jedoch heute entwickelt und es steckt der Vitaminmix einer aktuelleren RDI drin. Doch auch in dieser RDI merken die Autoren an:

The DRIs will continue to evolve as better information becomes available. When interpreting the results of assessments of individuals or groups, it is appropriate to consider possible limitations in the information base that was used to generate the relevant DRIs. http://www.nap.edu/read/9956/chapter/5#27

Ist die Vermutung also abwegig, dass die Entwicklung auch die nächsten Jahre weitergehen wird und neue essentielle Vitamine entdeckt werden, welche in den synthetischen Produkten heute nicht enthalten sind, es sei denn sie stecken in Haferflocken oder Reisprotein?
Sicher werden die synthetischen Pulver dann nachbessern, aber die Zeit von heute, bis zur Entdeckung der neuen essentiellen Nährstoffe, findet bei einer 100% Synthetikkost ohne diese essentiellen Nährstoffe statt.
Wer sich also mit einer höheren Sicherheit mit allen essentiellen Nährstoffen ernähren möchte, der ist doch mit einem Mix aus natürlichen Zutaten weitaus besser beraten als mit einem Pulver, welchem nur die Vitamine zugesetzt wurden, die wir heute kennen. Unser Ansatz ist demnach nicht pseudowissenschaftlich oder auf einem naturalistischen Fehlschluss beruhend, sondern er folgt den Empfehlungen der Autoren der RDI, welche selbst zugestehen, dass eine weitere Entwicklung stattfinden wird.

Die Vorwürfe, die wir uns teilweise anhören müssen legen nahe, dass es eine Art Pflicht zum Einsatz von Synthetik oder Gentechnik gäbe.
Wir sehen das jedenfalls nicht so!

Treten wir in Kontakt!

Bitte nutz das Kontaktformular für Fragen zu BERTRAND oder schreib eine Email an hey@bertrand.bio.
Alle Ansprechpartner findest du auf der Seite Meet the Team.
Viele Fragen wurden auch bereits im FAQ-Bereich beantwortet.